Ideenskizze

Ideenskizze Stadtteil „Auf der Freiheit“

Allgemeine städtebauliche Entwicklungsziele

Aufgrund der zu erwartenden demographischen Entwicklung der Schleswiger Bevölkerung (Abnahme insgesamt, höherer Anteil älterer Mitbürger) und der zu erwartenden zunehmenden Nachfrage nach altersgerechtem Wohnraum, sind die Ansprüche älterer Mitbürger genauso zu erfüllen, wie die der Familien mit Kindern und die der Singles. Daraus folgen barrierefreie Zugänge und Möglichkeiten generationsübergreifender Kontaktstätten bzw. eine generationsübergreifende Bauweise.

Über dem gesetzlichen Mindeststandard (Niedrigenergiebauweise) hinaus, ist eine allgemeine Energieautarkie der Gebäude anzustreben.

Folgende Details können dazu als Bausteine beitragen:

  • Verwendung von hohen Dämmstandards
  • Ausrichtung der Gebäude in Ost-Westrichtung zur Ermöglichung der Installation von Solarthermie und/oder Photovoltaik
  • Nutzung von Geothermie und/oder Wärmepumpen
  • Nutzung der Energie aus Abwässern
  • Intelligente Steuerungssysteme zur Minimierung des Primärenergieverbrauchs

Im Bereich Wasserversorgung sind Regenwasserbevorratung bzw. zur Entsorgung des Regenwassers sind Mulden- und Rigolensysteme vorzusehen.

Der Flächenverbrauch für das Parken von KFZs im Nahbereich von Wohngebäuden ist auf ein Minimum zu beschränken bzw. an wassernahem Grundstücken durch Zentralparkhäuser ganz einzuschränken.

Um einen hohen Grünflächenanteil mit dem Erhalt des vorhandenen Baumbestandes zu gewährleisten und den „Energiefluß“ (Feng Shui) optimal zu ermöglichen, ist ein meanderne Gebäudestellung an ebensolchen Strassenverläufen („Fingermodell“) zu favourisieren. Dieses Modell ist im Rahmen der Ausschreibung des Baugebietes „Berender Redder“ in die engere Auswahl gekommen, aber konnte dort leider nicht zur Verwirklichung kommen. Umso eher könnte es "Auf der Freiheit" Baugebiet geeignet.

Rahmenbedingungen

Die Schleinähe ist prädestiniert für Wohngebäude mit Wassernutzung inkl. Liegeplatzmöglichkeiten für Sportboote. Ein Binnenhafen ist aus ökologischen Gründen ungeeignet.

Das Gebiet zeichnet sich durch die Wasserlinie und durch eine vorgebenene Bausubstanz im Westen und Norden aus.

Die vorhandene Bausubstanz (A.P. Möller-Skolen, alte Kasernengebäude, Baugebiet 83a+b, Feriendorf mit Bootsliegeplätzen des A.P. Möller Fonds) sind bei der Planung (max. Geschosshöhe 3) zu berücksichtigen.

Mit Ausnahme der Bebauung im Baugebiet 83a+b ist eine Backsteinbauweise vorhanden. Entweder ist diese ebenfalls hier umzusetzen oder eine eher futuristische Gestaltung mit einer deutlichen Akzentuierung (Glasbauweise oder Ähnliches) zu realisieren.

Im Gebiet soll wasserseitig ein Wasserwanderweg die uneingeschränkte Begehung ermöglichen. Die verkehrsmäßige Erschließung ist durch eine Ost-Weststrasse und durch die nach Norden vorhandenen 2 Achsen gewährleistet.

Vorgehensweise

Aufgrund der zentralen Lage und Bedeutung des Gebietes und durch die oben skizzierten Rahmenbedingungen und Vorgaben sollte eine Ausschreibung im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbes mit einer abschließenden Entscheidungsfindung der zu verwirklichen Lösung unter Beteiligung der Verwaltung und der Politik vorgenommen werden.

Dr. Johannes Thaysen (30.11.2008)

Was passiert "auf der Freiheit"?

Gegen die Änderung des Flächennutzungsplans / Bebauungsplans Nr. 88 der Stadt Schleswig bestehen seitens der Schleswiger Grünen erhebliche Bedenken. Das Konzept, das diesem Bebauungsplan zu Grunde liegt, halten wir für grundlegend falsch.

Während am nördlichen Stadtrand - eingerahmt von Hauptverkehrstraßen und ohne direkte Anbindung an die Stadt, ein Baugebiet (Berender Redder) unter dem Motto: "Familienfreundliches Wohnen" ausgewiesen werden soll, wird für den anspruchsvolleren Neubürger das Wohnen in unmittelbarer Zentrums- und Wassernähe mit eigenem Bootsanleger bzw. Sportboothafen angestrebt.

Dass junge Familien mit Kindern an den Stadtrand gedrängt werden und lediglich wohlhabenden Neubürgern ein Wohnen im Zentrum direkt an der Schlei ermöglicht werden soll. kann nicht im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung sein.

Bereits in den 70er Jahren wurde davon geträumt, die etwas betuchtere Gesellschaft mit dem Bau des Wiking-Yachthafens anzulocken. Dies schlug fehl, und nun stehen dort nicht besonders ansprechende Appartmenthäuser, ein nicht ausgelasteter Yachthafen und ein Wohnturm, der das Schleswiger Stadtbild nachhaltig beeinträchtigt.

Dieser Fehler darf jetzt nicht wiederholt werden, zumal das Konzept der BUSS-Gruppe nicht wesentlich von den Planungskonzepten der 70er Jahre abweicht. Auf der zur Verfügung stehenden Fläche wird maximaler Raum geschaffen, d.h. enge, mehrstöckige Bebauung ohne Freiflächen. Es wird stark angezweifelt, dass diese Art zu wohnen auch noch in 20 Jahren attraktiv ist. Des Weiteren ist zu bedenken, dass in der Region noch weitere Großprojekte geplant sind, die für Wassersportler weitaus interessanter sein dürften.

Selbstverständlich muss die Wirtschaftlichkeit solcher Projekte gesichert sein. Und selbstverständlich versuchen Investoren das Maximum aus ihren Projekten abzuschöpfen. Jedoch muss die beste Lösung für einen Investor nicht gleichzeitig auch die beste Lösung für die Menschen in unserer Stadt sein. Die Umsetzung eines familienfreundlichen Stadtteils muss nicht zwangsläufig unwirtschaftlich sein und schließt gleichzeitig nicht das gehobene Wohnen aus. Für eine nachhaltig Stadtentwicklung sollte ein Wohnkonzept aufgestellt werden in dem sich verschiedenen Zielgruppen wieder finden. Der Neue Stadtteil bietet eine große Chance für Schleswig und sollte nicht durch Großprojekte, wie sie überall entstehen, zerstört werden.

Wir sind uns sicher, dass gerade die "Beschaulichkeit" der Stadt viele Besucher anzieht.

Bitte lesen Sie zu diesem Thema auch unsere Anträge. Diese wurden allerdings von allen anderen Fraktionen abgelehnt.

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