Keine Investition in neuen Strom aus Kohle!

In den Schleswiger Nachrichten vom 12. Februar wird berichtet, dass die Schleswiger Stadtwerke ihren Anteil an selbstproduziertem Strom erhöhen wollen. Laut Schlagzeile wird zur Zeit in diesem Zusammenhang ein Kraftwerk-Projekt geprüft. Während sich die Zeilen in der Schleistadt durchaus harmlos-objektiv darstellen, so weiss man an anderer Stelle bereits mehr über die Hintergründe zu berichten. Demnach bilden die Schleswiger Stadtwerke zusammen mit den Elmshorner und den Wedeler Stadtwerken den „Nordverbund 3“. Langfristig wird der Aufbau eigener kostengünstiger Erzeugungskapazitäten angestrebt, indem sich die Stadtwerke an dem von der SüdWestStrom geplanten Steinkohlekraftwerk in Brunsbüttel beteiligten. Auf diese Weise würden sie sich von teuren Lieferungen der Stromkonzerne unabhängig machen. Darüberhinaus will der „Nordverbund 3“ als Versoger auftreten und noch in diesem Jahr überregional aktiv werden. Und dies, obwohl auf den Internetseiten der SüdWestStrom Gmbh eingeräumt wird, dass „auf Grund der unsicheren Preisprognosen für Strom und Brennstoffe keine verbindliche Wirtschaftlichkeitsrechnung erstellt werden kann.“ Angeblich könne aber das Investitionsrisiko auf Grundlage bekannter Marktmechanismen und bestehender Strukturen relativ sicher abgeschätzt werden.

Die GRÜNEN warnen vor einer wirtschaftlich und ökologisch riskanten Beteiligung der Schleswiger Stadtwerke am geplanten Steinkohlekraftwerk der SüdWestStrom in Brunsbüttel.


• beim Betrieb entsteht klimaschädliches Kohlendioxid CO2; der Anteil der Kraftwerke am bundesweiten CO2-Gesamtausstoß beträgt heute ca. 40-45 Prozent.
• heute gebaute Kraftwerke haben eine technische Lebenserwartung von mindestens 40 Jahren und zementieren für diese Zeit die Treibhausgas-Emmissionen. Sie gefährden damit die langfristigen Klimaschutzziele.
• trotz aufwändiger Maßnahmen zur Luftreinhaltung emittieren Steinkohlekraftwerke hohe Frachten an Luftschadstoffen [Stickoxide, Schwermetalle] was ein erhöhtes Gesundheitsrisiko für die Anwohner bedeutet
• Steinkohlekraftwerken haben nur einen geringen Wirkungsgrad von ca. 40%.
• Kohlekraftwerke greifen empfindlich in das Ökosystem Wasser ein [z.B. durch Entnahme und Erwärmung von großen Kühlwassermengen]
• Nach Beendigung der Bergbauaktivitäten fallen immense Folgekosten (Ewigkeitskosten) für die Erhaltung und Wiederherstellung der Landschaft an
• Insbesondere ist die Kohlegewinnung in den Lieferländern mit einem erhöhten Umweltrisiko und sozialen Folgen verbunden.

Die vorausgegangenen Argumente gegen Kohlekraftwerktechnologien wurden im Rahmen einer Studie ermittelt, die der „Bund für Umwelt und Naturschutz e.V.“ beim „ifeu – Institut für Energie und Umweltforschung gGmH“ in Auftrag gegeben hat. Es wird zusammengefasst, dass der Zubau von Steinkohlekraftwerken in Deutschland ökologisch kritisch, wirtschaftlich fragwürdig und nicht mit den deutschen Klimaschutzzielen zu vereinen ist.

Wir fordern die Schleswiger Stadtwerke auf, in regenerative Energieerzeugung vor Ort zu investieren um echte Unabhängigkeit vom Energiemarkt zu erlangen.

Auf diese Weise wird das Handwerk und die Wirtschaft der Region gestärkt.

Die "Norddeutsche Rundschau" vom 25.02.08 berichtet über einen Vortrag vom Flensburger Prof. Dr. Hohmeyer zum Thema "Unwirtschaftlichkeit von Kohlekraftwerken in Brunsbüttel."

Termine

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Offene Vorstandsitzung des OV Kropp am 2. Februar um 19 Uhr! Wir treffen uns wieder im Gasthof Bandholz, Hauptstraße 6, 24848 Kropp. Alle Mitglieder und auch Gäste sind [...]

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Wahlversammlung des OV Kappeln  Am Samstag, 04.02.2023 ab 14 Uhr  im Begegnungszentrum ( BEZ ) Ellenberg - Ellenberger Straße 27 - 24376 Kappeln kommt der OV Kappeln an [...]

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Kreistagsfraktionssitzung Wir tagen öffentlich, Interessierte sind herzlich willkommen! Die Sitzungen finden i.d.R. hybrid statt: Grünes Büro, Kornmarkt 12, Schleswig  [...]

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