Wohnen mit Kindern?

Ein Paradoxon: Familienfreundliches Wohnen am „Berender Redder“

„Da die Schleistadt in der Vergangenheit nur begrenzt über Bauplätze verfügte und den Bedarf bei weitem nicht decken konnte, wurde dem Umland 1995 eine umfangreichere Bauentwicklung zugestanden.“ Mittlerweile wird der regionale Entwicklungsschwerpunkt wieder auf Schleswig gelegt - die Nachbargemeinden halten sich bei der Ausweisung ihrer Wohnbauflächen zurück, damit Schleswig als Mittelzentrum der Region gestärkt wird.

Im Fokus steht ein neues Wohngebiet im Norden der Stadt. Hierfür stellte das Bauamt bereits im Jahre 2003 einen Entwurf vor. Auf Grund der großen Zeiträume könnte man meinen, dass sich das Bauamt der Stadt sorgfältigst mit der Planung und Realisierung des Siedlungsprojekts auseinandersetzen konnte. Doch jetzt scheint das Projekt mit besonderem Nachdruck angeschoben werden zu müssen. Kurzfristig wurde Herr Dr. Volker Zahn (Bausenator der Stadt Lübeck a.D.) mit der Projektbegleitung betraut – neben den gutachterliche Zahlen über den aktuellen Wohnraumbedarf erläutert er (lt. Zeitungsbericht) auch die Rahmenbedingungen für eine Förderung des Landes:
das neue Baugebiet soll familienfreundlich gestaltet werden. Eine weitere Voraussetzung - andernorts eine Selbstverständlichkeit - sei, dass die Schleswiger Politik dieses Projekt begleitet. Nach einem Architekten-Wettbewerb sollen im Mai erste Entscheidungen getroffen werden damit im Anschluss mit der Erschliessung begonnen werden kann.
Ist die bevorstehende Kommunalwahl der Grund für die plötzliche Dringlichkeit oder befürchtet man, dass die Baugebiete sich nur noch schlecht vermarkten lassen, wenn die ersten Wohneinheiten auf der Freiheit oder an der Königstraße bezugsfertig sein werden?
Wer bauen will benötigt für diesen Zweck entsprechende Grundstücke. Da die hierfür geeigneten und zuvor im Stadtbesitz befindlichen Flächen in den vergangenen Jahren veräussert wurden, muss hierfür Bauland „auf der grünen Wiese“ entstehen. Das Baugebiet „Berender Redder“ liegt im Norden der Stadt zwischen Berender Redder, Langseestraße und der B201.

Die GRÜNEN aus Schleswig denken, dass die Lage dieses geplanten Gebiets für diesen Zweck ungeeignet ist. Vor dem Hintergrund der geplanten Stadterweiterungen in Richtung Osten (Auf der Freiheit, Gelände der Zuckerfabrik) erscheinen die parallelen Entwicklungen in Richtung Norden als nicht sonderlich durchdacht. Insbesondere entspricht die Lage nicht der ursprünglichen Idee des Förderprogramms des Innenministeriums. In den Schleswiger Nachrichten vom 30.01.2008 kann man auf S.15 nachlesen:
„[...] Nach Ansicht des Innenministeriums stellt dies die Stadt und die Regionalentwicklung vor große Herausforderungen. Die Innenstädte sollen für die Zielgruppe „Familie“ wieder erschlossen werden. Ausserdem möchte man neue attraktive Wohnangebote in bestehenden Quartieren schaffen. [...]“

Wir fragen uns ob das Innenministerium davon in Kenntis gesetzt wurde, dass das geplante Wohnangebot weder in der Innenstadt noch in einem bestehen Quartier geschaffen wird. Dieses Projekt ist ein weiterer Ausdruck für die zusammenhangslosen Aktivitäten der Stadt. Dass das Land dies auch noch unterstützt und fördert ist bedauerlich. Es werden Fehler gemacht, die an anderer Stelle im Stadtgebiet bereits begangen wurden. Als Beispiel ist sicher nicht die bauliche Qualität der Seniorenwohnanlage Stampfmühle dafür verantwortlich, dass der Großteil der dortigen Seniorenwohnungen 17 Monate nach Fertigstellung noch nicht verkauft wurden. Vielmehr ist die Lage das ausschlaggebendes Negativmerkmal. [Nahe am Waldrand, große Entfernungen zu den Geschäften, Zuwegung mit erhöhtem Gefährdungspotential]. Das geplante Wohngebiet „Berender Redder“ birgt ähnliche Schwächen: eingeklemmt zwischen zwei grossen Strassen ist das Gebiet von der Stadt getrennt und verkörpert eine isolierte Lage im Norden der Stadt; eine infrastrukturelle Anbindung zum Stadtzentrum fehlt und läßt sich auch nicht herzustellen – anstelle dessen drängt sich eine visuelle Verbindung zum Gewerbegebiet St. Jürgen auf. Ausserdem weisen die Straßen und Zuwegungen, die aus dem Wohngebiet herausführen ein erhöhtes Gefahrenpotential auf. Umso unbegreiflicher ist es, dass in den Schleswiger Nachrichten vom 16. Februar 2008 eine „WIN/WIN-Situation“ propagiert wird. Mag sein, das die Stadt Schleswig auf diese Weise die Fristen für die Ausweisung neuer Baugrundstücke einhalten kann und es kann auch sein, dass das Land in gewisser Weise einen Nutzen davon trägt. Wir bedauern, dass auf der „Gewinnerseite“ nicht auch die Familien stehen, die später in dieser Nicht-Dorf-und-schon-gar-nicht-Stadt-Siedlung leben werden.
Darüberhinaus sind die mit der Bewilligung der Fördermittel verbundenen Kriterien des Landes für ein Projekt dieser Größenordnung keinesfalls überzeugend: „die Häuser sollen preiswert sein und sie sollen gut aussehen.“
Das reicht uns nicht. Die GRÜNEN fordern, dass sich die neue Siedlung vielmehr an ökologischen Kriterien orientieren muss:

- der Passivhausstandard muss bei allen Gebäuden eingehalten werden
- bereits bei der Ausrichtung der Dachflächen muss berücksichtigt werden, das die Nutzung der Sonnenenergie als Primärenergieversorgung gewährleistet wird
- ein nachhaltiges Niederschlagswasserkonzept

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