13.12.2012

Antrag zum Kreistag "Moratorium beim Fracking"

Der Kreistag fordert die Landesregierung auf, ein Moratorium in Bezug auf das Erkunden geeigneter Flächen zur Erprobung der so genannten Fracking Technologie in Schleswig-Holstein zu erlassen.

 

Begründung:

Das Umwelt Bundesamt und das Land Niedersachsen haben 2012 Risikostudien zum Fracking vorgelegt.

Die Studien zeigen u. a. folgende Risiken auf:

  • Hoher Wasser- Energie- und Chemikalienverbrauch, Probleme bei der Beseitigung kontaminierten Wassers
  • Gefahren für das Grundwasser durch Übertritte
  • Unkontrollierter Gasaustritt
  • Möglichkeit lokaler Beben

Obwohl das Umweltbundesamt auf der Basis des Gutachtens von einem großtechnischen Einsatz absieht, soll die Technologie weiter untersucht werden.

UBA Präsident Flasbarth benennt die erschließbare Menge Gas mit ca. 1.3. Billionen Kubikmeter bei Vorkommen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern.

Eine bundesweit einheitliche gesetzliche Regelung soll im Bundestag auf den Weg gebracht werden.

Derweil sucht die Kasseler BASF Tochter Wintershall auf 3900 Quadratkilometern nach Schiefergas zwischen niederländischer Grenze und Sauerland.

Das niederländische Wirtschaftsministerium erwartet Fracking Anträge von Exxon, und die kanadische Firma BNK Petroleum hat im Frühjahr 2012 die Suche auf 5000 Quadratkilometern in Hessen beantragt.

Bergrechtsexperten gehen davon aus, dass die Sucherlaubnis weitreichende Ansprüche auf die Genehmigung der Behörden zur Ausbeutung der Gaslager zur Folge haben.

Der Kreistag fordert das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume auf, keine Erkundungen von Flächen zur Erprobung der riskanten Technologie in Schleswig-Holstein zu ermöglichen.

für die Kreistagsfraktion BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN

gez. Dr. Barbara Schwaner-Heitmann

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URL:http://www.gruene-sl-fl.de/home/home-detail/article/antrag_zum_kreistag_moratorium_beim_fracking/