28.06.2019

Klimaschutz: Rede auf der Kreistagssitzung

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Rede auf der Kreistagssitzung am 26.6.2019 von Bini Schlamann:

"Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Kreispräsident,

Wir freuen uns. Wir wundern uns. Wir bedanken uns.

Wir freuen uns. Wir Grüne stehen seit Jahren für Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit. Längst ist klar: Klimaschutz geht uns alle an. Deshalb freuen wir uns, dass es jetzt endlich das Thema Klimaschutz auf der Tagesordnung steht.

Wir freuen uns, dass mehr Menschen hier im Kreistag begriffen haben, wie wichtig dieses Thema ist. Es ist unbestritten, dass wir hier im Kreis schon einiges tun.

Das integrierte Umweltprogramm, die Veranstaltungen und Zusammenarbeiten mit Innovationsträgern zu Erneuerbaren Energien, der Entwurf eines Integrierten Schleiprogramms und der des Nachhaltigkeitskonzepts, nicht zuletzt die Entwicklungen im Moorschutz. Um nur einige Beispiele zu nennen. Dafür danke ich auch unserer kompetenten Verwaltung!

Ja, wir gehen in die richtige Richtung. Aber wir können und müssen noch besser werden.

Das Bessere ist ja bekanntlich des Guten Feind!

Wir wollen hier im Kreis auch unseren Beitrag dazu leisten, das 1,5 Grad Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens einzuhalten. Klimaneutralität bis 2050 ist dabei die absolute Minimumforderung. Von mir aus sollte es noch schneller gehen. Wir wollen Klimaschutzkonzepte, Klimaneutralität und Klimabilanz.

Wir wundern uns.

Dass der Klimawandel uns alle betreffen wird, sind Fakten. Das ist ja das Problem. Soll ich Probleme verschweigen, nur weil ich damit jemandem Angst machen könnte? Ja, ich habe Sorge um die Zukunft dieser Welt! Und ja, ich finde die Lage der Welt ist drastisch!

Ich möchte Patricia Espinosa , Chefin des UN- Klimasekretariats, zitieren: „Wir befinden uns im Klimanotstand. Wir kämpfen um unser Leben und alle sollten sich beteiligen.“

Doch scheinen uns die Klimaänderungen nur „Luxus“Probleme: 40 Grad im Juni spüren wir noch nicht hier, nur derzeit in Berlin. Hier mal mehr Unwetter, da mal weniger Regen, wo er benötigt wird. Oder auch mal mehr Regen als benötigt wird. Das scheint höchstens für die Landwirte ein Problem. Sie sind nämlich auch die Betroffenen. Meeresspiegelanstieg scheint weit weg, wir haben ja gute Deiche. Auch die sozialen Dimensionen treffen uns noch nicht hart. Wahrscheinlich erst dann, wenn wir merken werden, dass Menschen aus unserem Kulturkreis, wie Spanier*innen oder Französ*innen flüchten müssen.

Änderungen werden uns alle betreffen und sie werden kommen. Auch schmerzhafte Einschränkungen werden notwendig sein. Entweder wie gestalten die Änderungen selbst – oder sie werden für uns gestaltet werden.

Dass die Wählerinnen und Wähler die Wichtigkeit des Klimaschutzes erkannt haben, scheint klar und dass die Parteien darauf reagieren, verstehe ich und unterstütze ich. Wir sollten doch gemeinsam voranschreiten. Wir sollten einen politische Stil des Miteinanders pflegen. Alle sind aufgefordert daran zu wachsen. Weil es uns alle angeht.

Wir bedanken uns.

Wir bedanken uns über das breite Interesse am Thema Klimaschutz und wir bedanken uns bei allen Menschen – auch hier im Kreistag und in der Kreisverwaltung, die sich bereits für den Klimaschutz einsetzen - Es ist eines der wichtigsten Themen unserer Zeit.

Ich möchte mich aus meiner letzte Rede widerholen: Ich bin der festen Überzeugung, dass wir jetzt und hier gemeinsam handeln müssen. Noch können wir gemeinsam die Weichen für den Kreis Schleswig-Flensburg stellen. Wir unterstützen den Vorschlag die gestellten Anträge in den Regional- und Entwicklungsausschuss zu überweisen.

Danke."

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