19.06.2018

Beluga II ankerte für drei Tage im Schleswiger Hafen

Fotos Heidi Schultz

Das Greenpeace-Schiff „Beluga II“ ist auf Informationsrundreise durch die Ostsee und machte für drei Tage auch im Schleswiger Hafen Station. Vom 15. bis zum 17. Juni 2018 konnten sich Besucher von den ehrenamtlichen Helfern über das Schiff führen lassen. Hier erfuhren sie so manch Interessantes, wie die ungewöhnliche Machart und die vielen Eigentümlichkeiten des Zweimastseglers, das Leben der Freiwilligen an Bord und die vielen Gründe, sich für den Schutz der Antarktis stark zu machen. Nach dem Rundgang über Deck und der Besichtigung von Brücke und Kombüse wurde in einem im Laderaum installierten Kino eine kurze Dokumentation mit Javier Bardem vorgeführt, der sehr anschaulich weitere Gründe zum Schutz der fragilen Ökosysteme im Polarmeer darlegte. An den wirklich sehr kleinen Zwei-Personen-Kajüten vorbei ging es anschliessend wieder auf Deck und an Land. Durch den fehlenden Kiel, der eine der Besonderheiten dieses Schiffes ist, merkt man das Schaukeln der Wellen selbst am Liegeplatz im Hafen sehr viel deutlicher als bei gewöhnlichen Segelschiffen, bei richtigem Seegang und unter Segeln ist das ganz sicher ein sehr bleibender Eindruck. Am Informationsstand konnten sich die Besucher weitere Themen, mit denen sich Greenpeace beschäftigt, zeigen und erklären lassen. So konnte man unter anderem erfahren, dass die Nahrungsmittelergänzungsindustrie einen weiteren Weg gefunden hat, um ahnungslosen Kunden jetzt sogar Fischfutter als für sie lebensnotwendig anzupreisen. In Kapseln zu kaufen gibt es jetzt den an unterster Stelle der Nahrunskette im Meer stehenden Krill. Normalerweise Futter für Wale und andere Meeresbewohner, soll er durch seine angeblich so wichtigen Inhaltsstoffe den Menschen gesünder macher. Durch die fortschreitende Verschmutzung des Wassers, sowie die sich in Nanoplastik zersetzenden Mikroplastikteilchen, die sich in allen, was ißt anreichern, kann und darf der Nutzen solcherart Präparate dennoch gut und gerne stark bezweifelt werden. Selbstverständlich wurden auch Wasserproben mit unterschiedlicher Herkunft und Verunreinigung gezeigt, sowie verschiedene Flyer zu unterschiedlichen Themen angeboten. Alles in allem ein sehr lohnender Ausflug dessen Hauptbotschaft lautet: Es gibt keinen Planet B. Heidi Schultz

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