Förderung des ländlichen Raumes

Aktivregionen

Die Förderung des ländlichen Raumes ist in der Vergangenheit gleichgesetzt worden mit dem Bau von Straßen, Autobahnanschlüssen und Gewerbegebieten. Dies ist ein Ausdruck von Phantasie- und Hilflosigkeit.

Der Kreis umfasst drei Aktivregionen, „Mitte des Nordens“, „Eider-Treene-Sorge“ und „Schlei“. Das sind Regionen, die aufgrund von Gemeinsamkeiten Fördermittel aus den Bereichen Wirtschaft, Bauen, Tourismus und Soziales beziehen können, die an die Stelle der alten INTERREG Förderung tritt. In ihrem Rahmen soll eine Entwicklungsanalyse die Stärken und Schwächen der Regionen aufzeigen.
Es gilt nun, über tagesaktuelle Finanzierungsbedürfnisse hinaus gemeinsam mit allen gesellschaftlichen Akteuren langfristige Konzepte für demografischen Wandel, Energiewende und andere Anforderungen an nachhaltiges Wirtschaften zu entwickeln.
Der ländliche Raum wird durch zukunftsfähige Energie-, Wirtschafts- und Tourismuskonzepte mehr profitieren als durch zusätzlichen Asphalt.

Ökologische Dorf- und Stadtplanung

Der Rückzug Motorolas aus der Region zeigt, dass nicht die internationalen Konzerne, die allein den Vorgaben der internationalen Finanzmärkte folgen, die Zukunft der Wirtschaft und der Arbeitswelt sind, sondern der Mittelstand.
Die Grünen setzen sich dafür ein, dass nur an integrierten Standorten Neubaugebiete entwickelt werden. Dabei sind ortsnahe Schulen, Kindergärten, Einzelhandel und ÖPNV von besonderer Bedeutung. Innenentwicklung steht stets vor Außenentwicklung, die in der Regel mit der Neuerrichtung der Infrastruktur einhergeht.

Regionalplanung

Eine engagierte Regionalplanung in der Hand der Regionalkreise unterstützt überörtliche Projekte auch in Wirtschaft und Verwaltung. Die überörtliche Planung von Tourismusnetzwerken wie z. B. dem Kanaltourismus, der Ausweisung für Bauflächen für die regenerative Energieerzeugung und die Abstimmung einer überörtlichen Wirtschaftsansiedelung stellen Effizienz und Wirtschaftlichkeit sicher. Grüne Baupolitik sichert die Nachhaltigkeit im StrukturwandelDie ökonomische Chance für die Bauwirtschaft liegt in der Altbausanierung.

Energiespa­rende Ge­bäudesanierung steht an oberster Stelle, da die Reduzierung des Importes fossiler Brennstoffe auch volkswirtschaftlich von Bedeutung ist und darüber hinaus viele Ar­beitsplätze schafft. Aber es gibt weitere Gründe, Altbauten auf heutige Ansprüche zu bringen.
Barrierefreiheit und die Forderung nach alten- und behindertengerechten Wohnungen sind nicht „Luxus“, sondern ermög­lichen die Selbsthilfe der Betroffenen und reduzieren den Pflegebedarf. Kin­dergerechte Wohnungen, in eine gute Infrastruktur eingebunden, unterstützen die Berufstä­tigkeit der Eltern – auf die die Ge­sellschaft wegen des drohenden Arbeitskräftemangels ange­wiesen sein wird.

Verdichtung statt Verbreiterung

Die hohe Nachfrage nach Bauland in den neunziger Jahren hat heute zu einem Überangebot an Baulandflächen für Wohnen und Gewerbe in Stadt und Land geführt. In Verbindung mit leeren öffentli­chen Kassen besteht die Gefahr eines Preisdumpings für derartige Flächen.

Wir stemmen uns gegen diesen Ausverkauf von Bauflächen. Leerstand soll sinnvoll genutzt werden, etwa indem er kulturellen Projekten für ihre Arbeit zur Verfügung gestellt wird. Die Sanierung von bestehenden Altstandorten, von Baulücken und von Brachflächen mit gu­ter Infrastruktur müssen absoluten Vorrang vor Neuausweisung haben.
Die Ausweisung von Neubaugebieten und Gewerbeflächen in den Städten und Gemeinden schreitet landesweit voran. Ungeachtet der Erkenntnisse zur demografischen Entwicklung und zu Bevölkerungsbewegungen wird in vielen Kommunen Neuansiedlung im Außenbereich als Maßstab erfolgreicher Weiterentwicklung betrachtet, obwohl die Bauwirtschaft landsweit ein Überangebot an baureifen Grundstücken konstatiert und Gewerbegebiete leer stehen.
Landschaften werden zersiedelt und zerschnitten, der Wasserhaushalt durch Versiegelung beeinträchtigt. Die Erschließung weiterer Neubaugebiete wird für die Kommunen und ihre Bürger in ländlich strukturierten Regionen zunehmend zu einem finanziellen Risiko, weil die Kosten für die Infrastruktur bei künftig rückläufiger Auslastung die Einnahmen übersteigen werden.

Es muss endlich Schluss mit dem Flächenfraß sein! Deswegen setzen die Grünen sich für Rückbaubürgschaften bei Gewerbeprojekten ein, ähnlich wie dies bei Windkraftanlagen schon lange praktiziert wird.
Für die Entwicklung von Gewerbebrachflächen und Konversionsflächen sollen Fonds aufgelegt werden, aus denen das Freiräumen und die Altlastensanierung der Grundstücke bis zur Veräußerung vorfinanziert werden.

Baukultur ist Teil grüner Kultur

Architektur ist Ausdruck von Kultur und Lebensqualität. Architektonische Qualität, die Qua­lität von Gebäuden und Bauwerken, ihre harmonische Einfü­gung in ihre Umgebung, ihr Re­spekt vor den natür­lichen und städtischen Land­schaften wie auch für das architektonische Erbe liegen im öffentlichen Inte­resse. Ästhetik darf nicht nur als Extravaganz Fachleuten vor­behalten sein.
Das Einfordern von Qualität ist nicht verbunden mit der Bevorzugung einer fest­gelegten Gestaltungskonvention, sondern sichert durch Erkenntnis und Bildung die Pflege unseres Lebens- und Kulturraumes unter Be­rück­sich­tigung regionaler Aspekte.

Biolandwirtschaft statt Genmais

Der ländliche Raum ist die Heimat der Landwirtschaft. Die Wachstumsraten bei Bio-Produkten erfordern die Produktion von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln für unseren Landesteil voran zu bringen.
Gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie sind eine Chance und kein Hemmnis für die Region. In Schleswig-Schuby ist das größte Gen-Mais Anbaufeld in Schleswig-Holstein. Auch wenn es der Landwirtschaftskammer gehört, die es an den US-Multi Monsanto verpachtet hat, wollen wir das so nicht hinnehmen und werden alle politischen Hebel in Bewegung setzen, Gen-Mais in unserer Region zu verhindern.
Die Biolandwirtschaft arbeitet garantiert gentechnikfrei, sie gilt es zu stärken und die Produktionsmöglichkeiten zu sichern. Diese regionalen Produkte müssen auch verbrauchernah vermarktet werden.

Innenstädte lebenswert erhalten

Die Innenbereiche unserer Gemeinden müssen wieder attraktiv gestaltet werden. Einzelhandel und Wohnen beleben die Gemeinden und Städte. Dem Ausbluten durch Ansiedlung von Handel in Gewerbegebieten auf der grünen Wiese wollen wir entgegenwirken.

Kurze Wege sind nicht nur für ältere BewohnerInnen und Kinder wichtig, während Einkaufszentren am Ortsrand für viele nicht erreichbar sind. Vielmehr droht eine Verödung der Orte, die dann auch den Einzelhandel massiv treffen wird.
Wir Grüne wollen klare Rahmenbedingungen für die Einzelhandelsentwicklung vor Ort setzen.
Durch das ständige Ausweisen neuer Verkaufsflächen wird keine neue Kaufkraft geschaffen, sondern die vorhandene Kaufkraft im Land oder in der Region nur immer wieder neu umverteilt. Die Innenstädte müssen unter Beteiligung betroffener Bürger barrierefrei umgestaltet werden. Hierfür sind entsprechende Haushaltmittel bereitzustellen. Vielerorts sind aktive BürgerInnengruppen mit Zukunftsplanung für ihre Städte aktiv, dieses Engagement gilt es miteinzubinden.

Kooperation mit Dänemark

Die Kommunale Wirtschaftsförderungsgesellschaft Wireg leistet gute Arbeit. Wir möchten sie anspornen, eine gezielte Ansiedlungsförderung auf dem „nachhaltigen“ Sektor zu forcieren. Dazu gehört auch dieengere Kooperation mit der Universität Flensburg, der FH, Syddansk-U. und der Ausbau der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Dänemark bis hin zu einem einheitlichen, grenzübergreifenden Energieverbund, einer gemeinsamen Tourismusplanung für die Flensburger Förde und der Grenzregion wie sie mit der „Tourismusregion Flensburger Förde“ bereits begonnen wurde. Um das Zusammenwachsen der Region weiter zu fördern, bedarf es einer abgestimmten Strategie, es bedarf aber auch Fördermittel, die in diesem Fall aus dem „Zukunftsprogramm Wirtschaft“ der Landesregierung und dem INTERREG IV-Programm der EU kommen. Dass sie im vollen Umfang fließen, dafür setzen wir uns ein. Um das Zusammenspiel zwischen dem dänischen und dem deutschen Arbeitsmarkt zu fördern, müssen die Informationen für Grenzpendler weiter ausgebaut werden.

Internetangebote wie das virtuelle Grenzlandportal können reale Angebote nicht vollständig ersetzen. Die Beratung sollte sich nicht nur auf die Arbeitsplätze, sondern auch auf Fragen der Steuer und der Sozialen Sicherung beziehen.
Die Universität Flensburg sollte die begonnene Kooperation mit Sønderborg und der Syddansk-Universität weiter intensivieren. Grenzüberschreitende Studiengänge müssen vermehrt angeboten werden, so wie die Anzahl der Studienplätze insgesamt steigen muss.
Auch in der beruflichen Ausbildung sind gemeinsame Institutionen vorstellbar und erstrebenswert. Von einem dänisch-deutschen Berufsbildungszentrum würde die Region sehr profitieren.
Nicht zuletzt sollte Dänisch als Schulfach intensiviert werden.

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